Ich mag mich noch gut an das schellende Rasseln der alten Schulglocken erinnern, wie jenes dieser Weckern mit den zwei angebrachten runden Metallkugeln.
Es erinnert mich an die Zeit, in der die Uhren noch im Schlendergang liefen.
-Papa, wann sind wir endlich daaaa?
-Wir sind doch erst vor 10 Minuten losgefahren!
-Und wie lange müssen wir noch fahren?
-Anderthalb Stunden.
-😱
Eine Stunde heute war damals zwei, ein halber Tag heute ein ganzer, ein Jahr - puh! - ein Drittel der Zeit, seit dem ich mit denken begonnen hatte.
Jeder Schritt, jede Bewegung habe ich ganz genau wahrgenommen, gespürt - jeder Gedanke beinhaltete das damalige Jetzt.
Die Weltuhr lief in Slow Motion. Oder läuft jetzt in High Speed.
Vielleicht liegt es daran, dass im Wachstum die innere Uhr schnell läuft, viel schneller als die Weltuhr - und dann, mit dem Erwachsenwerden, sich verlangsamt ...?
Dass sich die Uhr einer sich entwickelnden, wachsenden Einheit von jener der Umwelt abspaltet, und relativ schneller tickt?
Denn; wie lange habe ich das Wort, das Gefühl "Langeweile" nicht mehr erlebt, nicht mehr empfunden? Die Weltzeit scheint zu rasen, zu drehen wie ein Karussell, gerade jetzt in einem Zeitalter, wo sich so vieles in stetiger Entwicklung wiederfindet!
Ich fühle mich ohnmächtig, habe Angst, dass mir keine Zeit mehr bleibt...
Panisch und verzweifelt suche ich nach ⏯, möchte durchatmen, mich wiederfinden, das Gedankenkarrussell anhalten... mir schwindelt beinahe!
Das Jetzt halten können, ohne dass es gleich ins Gewesene vergeht...
Einfach. Pause.
䷋
䷋ ist ein Hexagramm für "Stillstand".