Mucke an der Grenze zu Schrott dröhnt von der Bühne in dem kleinen Konzertclub. Ich will nur eine Freundin, die die Band echt feiert, besuchen, da sie eigentlich im nördlichen Ausland wohnt.
Vor dem Club bleib ich stehen. So viele Leute. Mir widerstrebt´s. An der Bar sehe ich durchs Fenster ein bekanntes Gesicht. Immerhin.
Ich atme ein, öffne die Tür.
Yo, Security Men. Yo, Dame an der Kasse. Sie fragt mich was. Ich antworte irgendwas. Sie sagt nochmal was. Ich auch.
Ah, English?
Yeah, sorry, better. Guestlist?
No, I don’t think I’m on the guestlist. Ich spüre ein Stich in meiner Brust. Do I still get in here somehow?
Yeah, sure. 19€.
Ich drücke ihr nen Zwanni in die Hand.
Do I get a stamp or something?
Nope.
So, will you remember me?, sage ich im Scherz.
Jetzt nicht mehr rausgehen, sagt der Security Guy.
Wie.
Drinne bleiben. Wir haben allet hier; Bier, Shots, oben kannste rauchen so viel du willst. Enjoy.
Ich heb den Daumen und laufe in die Masse.
Meine Freundin suche ich vergeblich. Ich sag dem Bekannten an der Bar hallo.
Er wirkt merkwürdig. Überrascht, mich zu sehen. Ich hab ein flaues Gefühl, überspiele es gekonnt. Als wäre nichts.
Es ist ja auch nichts.
Oder? Was weiß er?
Überhaupt: was zur Hölle ist gerade los?
Ich wandere eine Weile durch die Menge. Ich finde oben den Raucherbereich. Die Musik überfordert mich. Ich setze mich auf die Couch, drehe, zünde, rauche.
Meine Hand zittert. Flashbacks zum letzten Mal, als ich hier war. Kaum 5 Wochen her.
Und jetzt. Alles anders. Fragen über Fragen.
Was zur Hölle ist passiert?
Ich beschließe, oben zu bleiben und zu warten, bis die fertiggespielt haben. Ciao ciao, 19€.
Ein Typ setzt sich neben mich.
Darf ich mir eine von dir drehen?
Na klar.
Diese Sucht...
Ja, echt schlimm.
Darf man unten auch rauchen?
Ich glaube da bei der Bar, ja.
Na, die Kiffer kriegt man auch nimmer raus. Ich kann mir auf keiner Betriebsfeier eine drehen, da is man gleich abgestempelt.
Was? Wo arbeitest denn du, dass du das nicht auf ner Feier machen kannst?
Aufm Bau. Aber ne, die sind eigentlich voll locker. Aber irgendwie hat man dann gleich so´n schlechten Ruf. Hast du Feuer?
Klar.
Also, merci beaucoup.
De rien.
De rien?
Oué.
Je m’appelle Jean Mike.
Was?
Keine Ahnung, das is alles, was ich kann. Ciao.
Er verschwindet die Treppe nach unten.
Ich lächle und drehe mir ne zweite.
Kurze Zeit später:
Sorry, darf ich nochmal dein Feuer? Unten darf man doch nich rauchen.
Ah, na dann nur zu bestimmten Zeitpunkten.
Ja, ich soll ja sowieso nich rauchen.
Ahja, stimmt. Sollste nich.
Ne. Ah, was laber ich da wieder für ne Scheisse. Merci beaucoup!
Immer noch de rien.
Und weg isser.
Ich geh nach unten. Will zur Bar und mir nen Shot holen.
Scheisse. Da steht der Mensch an der Kasse. Und rechnet.
Ich flüchte in die Menge. Dränge mich an den anderen Rand des Saals.
Die Mucke überfordert mich.
Mein Trommelfell platzt. Nach einer Weile verziehe ich mich wieder nach oben. Anschleichende Paranoia. Was für ne Kacke.
Ich nehme weisse Sneakers wahr. Die kenne ich. Mir wird heiss. Ganz langsam hebe ich den Blick.
Ich atme innerlich tief aus. Nur der Typ von vorhin. Again.
Und dann sehe ich jemanden vorbeigehen. Unmerklich schiele ich hoch. Den kenne ich.
[to be continued]
Vor dem Club bleib ich stehen. So viele Leute. Mir widerstrebt´s. An der Bar sehe ich durchs Fenster ein bekanntes Gesicht. Immerhin.
Ich atme ein, öffne die Tür.
Yo, Security Men. Yo, Dame an der Kasse. Sie fragt mich was. Ich antworte irgendwas. Sie sagt nochmal was. Ich auch.
Ah, English?
Yeah, sorry, better. Guestlist?
No, I don’t think I’m on the guestlist. Ich spüre ein Stich in meiner Brust. Do I still get in here somehow?
Yeah, sure. 19€.
Ich drücke ihr nen Zwanni in die Hand.
Do I get a stamp or something?
Nope.
So, will you remember me?, sage ich im Scherz.
Jetzt nicht mehr rausgehen, sagt der Security Guy.
Wie.
Drinne bleiben. Wir haben allet hier; Bier, Shots, oben kannste rauchen so viel du willst. Enjoy.
Ich heb den Daumen und laufe in die Masse.
Meine Freundin suche ich vergeblich. Ich sag dem Bekannten an der Bar hallo.
Er wirkt merkwürdig. Überrascht, mich zu sehen. Ich hab ein flaues Gefühl, überspiele es gekonnt. Als wäre nichts.
Es ist ja auch nichts.
Oder? Was weiß er?
Überhaupt: was zur Hölle ist gerade los?
Ich wandere eine Weile durch die Menge. Ich finde oben den Raucherbereich. Die Musik überfordert mich. Ich setze mich auf die Couch, drehe, zünde, rauche.
Meine Hand zittert. Flashbacks zum letzten Mal, als ich hier war. Kaum 5 Wochen her.
Und jetzt. Alles anders. Fragen über Fragen.
Was zur Hölle ist passiert?
Ich beschließe, oben zu bleiben und zu warten, bis die fertiggespielt haben. Ciao ciao, 19€.
Ein Typ setzt sich neben mich.
Darf ich mir eine von dir drehen?
Na klar.
Diese Sucht...
Ja, echt schlimm.
Darf man unten auch rauchen?
Ich glaube da bei der Bar, ja.
Na, die Kiffer kriegt man auch nimmer raus. Ich kann mir auf keiner Betriebsfeier eine drehen, da is man gleich abgestempelt.
Was? Wo arbeitest denn du, dass du das nicht auf ner Feier machen kannst?
Aufm Bau. Aber ne, die sind eigentlich voll locker. Aber irgendwie hat man dann gleich so´n schlechten Ruf. Hast du Feuer?
Klar.
Also, merci beaucoup.
De rien.
De rien?
Oué.
Je m’appelle Jean Mike.
Was?
Keine Ahnung, das is alles, was ich kann. Ciao.
Er verschwindet die Treppe nach unten.
Ich lächle und drehe mir ne zweite.
Kurze Zeit später:
Sorry, darf ich nochmal dein Feuer? Unten darf man doch nich rauchen.
Ah, na dann nur zu bestimmten Zeitpunkten.
Ja, ich soll ja sowieso nich rauchen.
Ahja, stimmt. Sollste nich.
Ne. Ah, was laber ich da wieder für ne Scheisse. Merci beaucoup!
Immer noch de rien.
Und weg isser.
Ich geh nach unten. Will zur Bar und mir nen Shot holen.
Scheisse. Da steht der Mensch an der Kasse. Und rechnet.
Ich flüchte in die Menge. Dränge mich an den anderen Rand des Saals.
Die Mucke überfordert mich.
Mein Trommelfell platzt. Nach einer Weile verziehe ich mich wieder nach oben. Anschleichende Paranoia. Was für ne Kacke.
Ich nehme weisse Sneakers wahr. Die kenne ich. Mir wird heiss. Ganz langsam hebe ich den Blick.
Ich atme innerlich tief aus. Nur der Typ von vorhin. Again.
Und dann sehe ich jemanden vorbeigehen. Unmerklich schiele ich hoch. Den kenne ich.
[to be continued]
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